Ein kleiner Exkurs zum Thema „Blockaden“:

Oft sprechen Reiter von einem „herausgesprungenen Wirbel“ als Ursache für eine Blockade. Das ist aber definitiv nicht die Ursache.

DN und andere therapeutische Maßnahmen würden hier nicht mehr greifen. Blockaden treten dort auf, wo die Muskulatur sehr nah am Gelenk liegt (z.B .Halswirbelsäule). Überlastungen führen zu krampfbedingten Verkürzungen, die wiederum Bewegungseinschränkungen hervorrufen (z.B. Schieftragen des Kopfes und/oder des Halses).

DN löst diese Verspannungen und damit auch die Bewegungsstörungen. Ist die Muskulatur erst einmal verkrampft, verkürzt sie sich und es entstehen in logischer Folge Bewegungsstörungen. Da die Muskeln über Faszien miteinander verbunden sind, bleiben Störungen nicht „am Ort“, es können sich z.B. Störungen in der Kruppenmuskulatur auf das Angaloppieren der gegenüberliegenden Vorhand auswirken.

Typische Fälle in meiner Praxis sind eben jene Störungen beim Angaloppieren, Taktunreinheiten, Sich-nicht-biegen-können des Pferdes und fehlender Schwung. Auch Widersätzlichkeiten gegen den Reiter und Gurt- und Sattelzwang sind i.d.R. Folgen von Verkrampfungen und somit meist mit DN lösbar.